Lignum Ost feiert das 50-jährige Jubiläum

05.12.2018 08:22:59

Lignum feiert das Holz und sich selber

Holz ist der Werkstoff der Zukunft, so lautete der Grundtenor der Redner an der Jubiläumsfeier «50 Jahre Lignum Ost» in der Kartause Ittingen.

 

Hugo Berger 

 

Die Remise in der Kartause Ittingen mit ihrer mehrere hundert Jahre alten Dachkonstruktion aus Holz bildete einen würdigen Rahmen für die Jubiläumsfeier «50 Jahre Lignum Ost». Einen eindrücklichen Einstieg in den Anlass erlebten die Besucher zudem mit der Besichtigung der lebensgrossen Holzfiguren wichtiger Schweizer Persönlichkeiten im Kreuzgang des ehemaligen Klosters. Die Figuren des Künstlers 

Inigo Gheyselinck wirken so verblüffend echt, dass sie die Betrachter sogleich in ihren Bann zogen. Dass Holz auch schön klingen kann, bewies der Hackbrett Virtuose Niklaus Senn, der den Anlass musikalisch umrahmte. Zum kleine Präsent, einem Bleistift aus Schweizer Holz, sagte Geschäftsführer Simon Biegger: «Es hat symbolischen Charakter: Lasst uns mit diesem  gemeinsam die weitere Geschichte von Lignum Ost schreiben.»

 Wer die Zukunft plant, muss die Vergangenheit kennen. Unter dem Moto «Lignum Ost -  gestern - heute - morgen» blickte Paul Koch, Kantonsrat und Präsident von Lignum Ost, zurück auf die vergangenen 50 Jahren. Holz habe als Baustoff an Bedeutung gewonnen, die Grenzen des Holzbaus seien in den vergangenen Jahren stetig erweitert worden. Dazu beigetragen hätten unter anderem Holzbauwerke wie etwa die «Arche», eine markante, pavillonartige Holzkonstruktion, die damals als Sieger eines Wettbewerbs an der Weinfelder Messe grosse Beachtung fand.

  


 

 Ein weiterer Anschub erlebte die Holzbranche durch die neuen Brandschutzvorschriften, die im Jahre 2005 erlassen wurden. Holzkonstruktionen bleiben im Gegensatz zu Stahl- und Stahlbetonkonstruktionen auch bei sehr hohen Temperaturen tragfähig. «Meine Vision ist, dass Holz als selbstverständliche Variante bei Architekten und Bauherren in die Planung einbezogen wird», sagte Koch.

Holzbauingenieure Josef Kolb von der Josef Kolb AG in Romanshorn hob vor allem die Nachhaltigkeit des Werkstoffes Holz hervor. Der Naturbaustoff habe im Gegensatz zu anderen Materialein ein grosses Plus: «Er wächst nach und erfüllt dabei auch noch ökologische Funktionen». Als weitere Vorteile hob er die Behaglichkeit, den Schallschutz und die Wärmedämmung hervor. «Beton und Asphalt nehmen Wärme auf und geben sie in der Nacht wieder ab. Das ist mit ein Grund, dass die Temperatur in den Städten stetig ansteigt.»  Erstmals gezeigt wurde an der Veranstaltung ein Werbefilm, der laut Simon Biegger auf Holz «gluschtig» machen soll. Seine Botschaft: Der Wald ist mehr als nur Holzlieferant, er ist Erholungsgebiet, Sauerstofflieferant und die Heimat vieler Tiere.

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