Mit Häusern aus Holz neue Massstäbe setzen

15.11.2018 08:49:31

Mitglieder von Lignum Ost bekamen anfangs November am Lignum Ost Herbst-Event gezeigt, was im Holzelementbau so möglich ist – fand doch der Anlass im Kuratle & Jaecker-Neubau in Märstetten statt.

 

CHRISTOF LAMPART

Beim Firmenrundgang wurde den über 40 Holz- und Baufachleuten, darunter auch zahlreiche Architekten und Planer, von Geschäftsleiter Markus Fischer eindrucksvoll demonstriert, dass durch den Einsatz von Holzelementen auch grosse Bauten schnell, sicher, ökologisch sinnvoll und überaus ästhetisch realisiert werden können.

 

Holzgebäude schonen die Umwelt

Dabei beanspruchte die neun Meter hohe Lagerhalle mit ihren 8700 Quadratmetern und der Bürokomplex von mit seinen 1200 Quadratmetern gerade einmal eine Bauzeit von sechs Monaten – nämlich von Januar bis Juli 2018. Und was Fischer besonders freute: „Wir konnten mit dem Bau insgesamt 3427 Tonnen CO2 der Atmosphäre entziehen, was für uns, angesichts der Entwicklung auf der Erde, ein Gebot der Stunde war“, so Fischer.

 


 

Holz bietet optimalen Brandschutz 

Der fachliche Fokus am Event lag auf dem Brandschutz. „Wir haben von vielen Architekten gehört, dass dies ein Thema ist, das ihnen regelrecht unter den Nägeln brennte“, erklärte der Geschäftsführer von Lignum Ost, Simon Biegger. Zugleich war es aber auch ein Thema, das Biegger freute, denn: „Dies gibt uns die Gelegenheit, um endlich einmal mit der Mär aufzuräumen, dass Holzbau und guter Brandschutz sich einander ausschliessen. Denn tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall“, so Biegger.

 

Dass heute vieles mit Holz möglich ist, was vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, betonte auch Ivan Brühwiler, Geschäftsleiter der auf Holzbauten spezialisierten Josef Kolb AG aus Romanshorn. Egal, ob gemütliches Landhaus, geräumiger Industriebau oder als geschickt geplantes, urbanes Nischenprojekt – Holzbauten seien nicht nur schön und solide, sondern böten auch bezüglich Brandschutz Vorteile gegenüber klassischen Stein- und Betonhäusern Vorteile.  Wer mehr zu dem brandheissen Thema wissen möchte, wird auf der Webseite www.lignum-ost.ch fündig.

 

Das eine oder andere Stockwerk mehr

Gerade in der Stadt böte sich Holz in Zeiten des verdichtenden Bauens als „idealer Baustoff“ an. Brühwiler erklärte auch, warum: „Erstens kann man mit Holz sehr schnell bauen und zweitens kann man bei engen Platzverhältnissen mit Holz noch das eine oder andere Stockwerk herausholen.“.  Erst jüngst sei die Josef Kolb AG Teil eines Projektteams gewesen, dass in der Stadt St. Gallen mit dem Bau eines Mehrfamilien-Holzhauses den begehrten Preis „Pro Lignum Ost“ gewonnen habe. Bei dem Projekt habe man aus zwei rückgebauten Stockwerken am Ende fünf neue Stockwerke gemacht, und somit eindrucksvoll gezeigt, was möglich sei.

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