Regierungsrätin baut mit regionalem Holz

20.12.2018 23:47:49

Neues Daheim – fast ganz aus Holz

Stettfurt: Das elegante Holzhaus besteht aus Schweizer Holz und wurde darum von Lignum Ost mit dem «Herkunftszeichen Schweizer Holz» ausgezeichnet.

 

Manuela Olgiati

 

Fichtenholz aus dem Hinterthurgau kleidet die Wände, Weisstanne aus dem Emmental ziert die Böden. Eine Wand aus Arvenholz besticht im Schlafzimmer. Rundherum sicht- und erlebbar ist dieses Haus, fast ganz aus Holz gestaltet. Ein modernes Ambiente mit klaren geometrischen Formen und warmen Farben.

 

Das Haus an der Freudenbergstrasse ist das neue Zuhause von Regierungsrätin Carmen Haag und Thomas Gstöhl. Heute Samstag ist Zügeltermin für das Ehepaar. Die Freude ist gross. „Das Material Holz hat uns von Beginn an begeistert“, sagt Carmen Haag. Zudem habe sie das Buch 100 Prozent Holz von Ernst Thoma fasziniert. Rund 30 geladene Gäste, am Bau beteiligte Experten diskutierten am Donnerstag an der Übergabe der Auszeichnung. Paul Koch, Präsident der Lignum Ost, der Holz-Netzwerkorganisation, welche die gesamte «Wertschöpfungskette der Region» abbildet, lobt das Vorzeigehaus für den Kanton Thurgau. Im Holzbau entstehen energiesparende Bauten mit hohem Komfort. Zu den ökologischen Vorteilen kommen ökonomische, wenn es aus der Umgebung stammt: „Es sichert Arbeitsplätze im Wald und in der Verarbeitung“, sagt Koch. So wächst der Baustoff nicht nur vergleichsweise schnell wieder nach, sondern weist durch die kurzen Transportwege auch einen geringen Wert an sogenannter „Grauer Energie“ auf. Nicht weniger als 93,7% Prozent des verbauten Holzes stammt aus Schweizer. Darum wurde der Bau von Lignum Ost mit dem «Herkunftszeichen Schweizer Holz» ausgezeichnet.

 


 

Zusammen mit den Anforderungen an den Gestaltungsplan des Quartiers und dem Raumprogramm der Bauherrschaft ist dieses Gebäudeensemble mit Wohnhaus und Garagenbau entstanden. „Mit den Messungen an Luftqualität und dem Energieverbrauch, sind wir nah dran“, sagt der Stettfurter Architekten Rainer Borcherding. Wegen der fehlenden Lüftungsanlage entspreche der Neubau aus Massivholz nicht den Minergie-Werten.

Roger Hollenstein vom Forstbetrieb Fischingen und Tobel stellte für den Neubau 318 Kubikmeter Holz bereit, Mondholz aus drei Mondphasen. Von einer reibungslosen Zusammenarbeit spricht Inhaberin Maria Brühwiler von der Brühwiler Sägewerk AG in Fischingen.

 

Beni Steiner von der Isenring Holzbau AG Wängi macht die Herausforderungen mit dem Werkstoff Holz deutlich. „Die Kommunikation mit Lieferanten ist wichtig bei Bestellvorgängen, hier muss speziell das Schweizer Holz beim Innentäfer hervorgehoben werden". Ansonsten nordisches Holzgut geliefert würde. Lösungen werden von Experten beim Schweizer Holztäfer bei den Masseinheiten gefordert.

 

Bauleiter Tobias Stäheli von Novum Bau AG lobt die innovative Nägeli Holzbau im appenzellischen Gais für ein „tolles Elementwerk“. Dessen Techniker Michael Weishaupt rühmt die Arbeiten am Thurgauer Bau. Die Hauselemente wurden am 24. Juli aufgerichtet. Einheimisches Eschenholz ist zudem im gesamten Treppenbereich eingesetzt.

 

Dass der Bau ein klares «Ja» zum heimischen Baustoff ist, können alle unterstreichen. Hannes Nägeli, Geschäftsführer der Nägeli Holzbau AG hebt noch den hohen Stellenwert der Nachhaltigkeit und die vielen Vorteile des Schweizer Holzes hervor.

 

 

Hauptträger
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  • Holzbau Schweiz
  • Natürli Zürioberland
  • Verwaltung Thurgau
  • WaldThurgau

  • Lignum Ost
    Bahnhofstrasse 45 • 8500 Frauenfeld

    Telefon +41 77 522 89 41

     

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